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Asien: Unglaubliches Indien

November 2, 2019

Warum nach Indien? Also für mich persönlich hat der Subkontinent schon immer eine gewisse magische Anziehungskraft besessen. Ich schätze die indische Küche, liebe Yoga und genieße die Entspannung bei Räucherstäbchen und exotische Klängen.

 

Die Kultur ist unglaublich vielfältig und bunt, die Landschaften variieren von majestätischen Bergpanoramen bis hinzu traumhaften Stränden. Nicht zu vergessen, das hektische Alltagsleben in den Mega-Metropolen wie Mumbai oder Neu-Delhi. Damit einhergeht die indische Philosophie genauso wie das Kastensystem und die Religionsfreiheit. Und trotz der weit über 100 Sprachen, herrscht ein buntes Miteinander. Schon erstaunlich, wenn man auch einen Blick auf die Schattenseiten – Armut, Smog, Umweltprobleme – dieses Giganten wirft, mit seinen knapp 1,4 Milliarden Einwohnern.

 

Nichtsdestotrotz, ich wollte dieses unglaubliche Land entdecken, kennenlernen und genießen! Samt Familie ging es los, um Ihnen berichten zu können, welches Abenteuer Sie auf dem indischen Subkontinent erwartet.

 

Das mystische Dreieck: Delhi – Jaipur – Agrar
Alles gut gepackt geht’s Richtung Franz-Josef-Strauß-Airport. Der Lufthansa-Jet wartet schon. Und knapp acht Stunden später heißt uns Delhi willkommen. Unser Indien-Abenteuer ist natürlich bestens vorbereitet. Entsprechend empfing uns Tony am Flughafen. Die nächsten Tage sollte er uns genauso sicher durch den Großstadtdschungel chauffieren als über die staubigen Straßen und Autobahnen. Sein Wagen war zum Glück sehr bequem. An jedem der Abenteuerziele erwarteten uns zudem erfahrene Führer, die selbst die geheimsten Ecken und schönsten Gebäude kannten.

 

Ehrlich gesagt, bin ich eine richtige Abenteurerin und liebe es auf eigene Faust loszuziehen. Doch in diesem Fall hat es sich einfach bewährt einen Fahrer und Guide zur Seite zu haben.

 

Der Verkehr: das millionenfache Dauerhupen, die waghalsigen Überholmanöver und der stetige Kampf zwischen Rikschas, Autos, Motorrädern, Lastwagen, Kühen und Fußgängern, einfach ein Wahnsinn. Für mich persönlich wäre die Mega-City Delhi mit ihren 20 Millionen Menschen einfach zu stressig. Also lasse ich meinen Blick genüsslich und entspannt über die hektische Kulisse schweifen, die sich mir beim Vorbeifahren bietet.

 

In Sachen Unterkunft hatte ich für uns ausschließlich Oberoi-Hotels gebucht. Ob in Delhi, Jaipur oder Agrar, die 1934 gegründete Hotelgruppe verfügt über 31 Luxushotels, die für besten Komfort sorgen. Allerdings halte ich mich stets an meine Entdecker-Faustregel: Cook it, peel it or leave it! Galt natürlich nicht für die Eiswürfel meines Gin Tonics, den ich auf der Oberoi-Roof Top Bar genoss.

 

Tag 1 des Indien-Abenteuers:

Gut gestärkt vom Frühstück trafen wir Jimmy. In der Sonne leuchtete nicht nur sein bestens gestärktes weißes Hemd, sondern es umgab ihn eine Aura der Weisheit. Lag sicher auch an seinem fast schneeweißen Haar. Übrigens, Jimmy ist Geschichtsprofessor. Vom ersten Moment an verzauberte er mit seinem typischen Oxford-Englisch meine ganze Familie. Geduldig beantwortete er unsere Wissbegierde und erklärte selbst die größten Kleinigkeiten. Mit ihm tauchten wir in die Welt des historischen „Gewürzmarktes“ (Old Delhi) ab, schnappten uns mehrere Rikschas, um den alltäglichen Verkehrs-Wahnsinn hautnah mitzuerleben und bekamen obendrein noch eine Lehrstunde über das Leben.

 

Indien vermittelt stets auch eine spirituelle Note, die einen erfasst und einen vollkommen anderen Blick auf unser alltägliches europäisches Leben bietet.

„Ist das Leben nicht schön – Reisen öffnet den Geist und das Herz.“

 

Zum Lunch führte uns unser allwissender Geschichtsprofessor in ein hervorragendes Restaurant. Original Chicken Tikka Masala und Bhindi Gosht (Hammelgericht mit Okra), einfach köstlich. Da wird es unser Homeservice in Zukunft aber schwer haben. Gut gestärkt und nach einer kleinen Pause, stand ein besonders Highlight an: Raj Ghat. Es ist der Ort an dem einst Mahatma Gandhi öffentlich verbrannt wurde. Es ist Indiens wichtigste Gedenkstätte. Langsam bricht der Abend über Delhi herein, doch wir lauschen fasziniert den Geschichten über jenen kleinen Mann, der ein ganzes Empire zu Verzweiflung brachte und Indien in die Freiheit führte. Die Stimmung ist geradezu mystisch und Guide Jimmy liefert gleich noch einige Lebensweisheiten mit.

 

Nächster Stopp: Jaipur

Was für ein Kontrast! Nur gut 500 Kilometer entfernt von der Hauptstadt. Plötzlich sind wir mit schrecklicher Armut konfrontiert. Menschen, die sich an Brunnen auf der Straße waschen, Kinder die im Schmutz spielen, es sind eben auch diese brutalen Gegensätzen für die Indien steht. Auf der einen Seite kommende IT-Power, auf der anderen krasse Armut. Doch trotz allem fiel uns immer wieder auf, wie fröhlich und äußerst freundlich die Inder sind. Auf unserer Fahrt mit Tony begegneten uns mitten im Verkehr bunt bemalten Elefanten, deren Mahuts, die grauen Riesen sicher durchs Getümmel aus Kühen und Autos navigierten. Was für ein herrliches Chaos!

 

Die Altstadt Jaipurs, 1727 von der königlichen Familie Rajasthans gegründet, heißt auch „Pink City“, was mit der Farbe seiner wichtigsten Bauten zusammenhängt. Nach den Reiseimpressionen freuten wir uns schon sehr auf unser Oberoi-Hotel, was zu den Schönsten Luxustempeln zählt. Allein die Grünanlagen sind so groß wie ein Golfplatz. Ein Paradies nicht nur für die zahlreichen Pfauen. Die Hotel-Crew, gekleidet in der landestypischen Tracht, kümmert sich mit Hingabe um die Gäste. Was für eine Idylle, wenn abends unzählige Fackeln den Pool erleuchten.

 

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Geschichte. Zuerst ging es zum legendären Fort Amber, welches auf einer Berganhöhe liegt und als Juwel rajputischer Baukunst zählt. Sehr beeindruckend: das Bergpanorama. Selbstverständlich fehlte auch ein Abstecher in den königlichen Stadtpalast, den Hawa Mahal nicht, bekannt als „Palast der Winde“. Wahrlich ein indischer Traum!

 

Letzte Station: Ein Weltwunder

Agra, gut vier Stunden entfernt von Jaipur, führt uns hinaus ins ländliche Indien. Die Fahrt ist angenehm, die Straßen sind nicht so verschmutzt und man spürt, dass es den Menschen hier besser geht. Wie immer hat Tony stets einen passenden Vorschlag in Sachen Kulinarik. Dieses Mal legen wir einen Lunch-Stopp direkt an einer Raststätte ein. Unser Vertrauen wird mit einer einfachen, aber leckeren indischen Küche belohnt. Genau richtig um ein Weltwunder zu bestaunen.

Und es in der Tat atemberaubend. Damit meine ich nicht das Ende unseres Indien-Abenteuers, sondern diesen blütenweißen Palast, der sich am Horizont erhebt. Dabei sind wir noch gar nicht direkt vor Ort. Es ist einfach nur der einmalige Blick vom Hotel aus auf das Taj Mahal.

 

 

Kein Wunder also, dass wir alle bereits um fünf Uhr morgens auf den Beinen waren. Lohnt sich absolut dieses imposante Bauwerk bei Sonnenaufgang zu besichtigen. Die Besucherschar ist minimal, doch die Stimmung episch und geradezu majestätisch. Es ist einer der Momente im Leben, die man nie wieder vergisst. Und meistens handelt es sich dabei um wahre Liebe. Wie in diesem Fall. Denn Großmogul Shah Jahan ließ dieses prächtige Mausoleum zu für seine geliebte Ehefrau und persische Prinzessin Mumtaz Mahal errichten.

 

Nun ich weiß nicht, ob es am Ende das Taj Mahal war, die ergreifende Stimmung oder einfach nur dieser zwar kurze, aber doch sehr bewegende Abenteuertrip auf den indischen Subkontinent, das Blitzen in den Augen meiner Familie war jedenfalls nicht zu übersehen.

 

 

Danke geliebtes Indien! Namaste!

 

Ihre Angela Staehler

 

 

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