• Amadeus Danesitz

Irland: Hochprozentiges im County Kerry

Eine 2020 eröffnete Whiskey-Brennerei liegt in Cahersiveen unmittelbar an Irlands Wild Atlantic Way: „Skellig SIX18“. Ihr Name, so die Eigentümer, sei von der legendären Mönchsinsel Skellig Michael und seinen 618 Stufen inspiriert, dem UNESCO Weltkulturerbe zwölf Kilometer vor der Küste von County Kerry. Die Kreation des Namens stellt die neue „Skellig Six18 Distillery“ bewusst in die Tradition ihrer Heimat und das herausragende kulturelle Erbe der Region.


Die neue Destille entstammt der Initiative einer engagierten Gruppe aus Cahersiveen, die den neuen Brand ihrer Heimat weltweit platzieren will. Bis der erste Irish Whiskey aus der sorgsamen Blasendestillation gereift ist, wird wie üblich Gin gebrannt, um die ersten Einnahmen zu generieren: der „Skellig Six18“ Gin. Die Skellig Coast rund um Cahersiveen hat eine fruchtbare Landschaft. Sie liefert aus Wäldern und von der atlantischen Küste die natürlichen Ingredienzien. Mit Hilfe geschulter Experten aus der heimischen Gastroszene wurden zehn erlesene pflanzliche Aromen aus der Region abgestimmt: u.a. Schafgarbe, Douglasiennadeln und Birkensaft. Deren feine Aromen verleihen dem jungen kräutrigen Gin seinen typischen Skellig-Charakter – und eine leichte zitrusfruchtige Note.

Bis zum ersten Whiskey ist es auch nicht mehr lange hin. Für 2021 ist eine erste Probe vorgesehen. Bis dahin reift der junge Whiskey, der mindestens drei Jahre lagern muss, in den edlen Fässern ausgewählter europäischer Weingüter. Geführte Touren der „Skellig Six18 Distillery“ gibt es bereits. Sie erläutern die Arbeitsprozesse, die Zutaten und die besonderen Rezepturen. Besucher erfahren viele interessante Details über Irish Whiskey und probieren derweil ausgewählte alte irische Tropfen.

Tipp am Rande zwischen Nord und Süd In Sichtweite ragen vor der Skellig Coast die beiden Inseln Great und Little Skellig wie Haifischflossen in den Horizont. „Sceilg“ im Iríschen bedeutet Felsen. Der kleinere beherbergt ein in Irland einmaliges Vogelschutzgebiet, auf der einer der weltweit größten Basstölpelbestände nistet. Der größere von beiden hat als UNESCO Welterbe internationalen Rang unter den Baudenkmälern dieser Welt erobert. Denn dort draußen im offenen Atlantik, am Rande der Welt ist im 6. Jahrhundert ein frühchristliches Kloster entstanden, das wohl bekannteste in Irland. Es thront auf einer 180 Meter hohen Spitze der Insel. Die bienenkorbartig gebauten Klosterzellen gruppieren sich um eine kleine Kapelle, die St. Michael geweiht ist. Sie gab dem Felsen seinen Namen: „Skellig Michael“. Die „SIX18“ im Namen der neuen örtlichen Destillerie referenziert auf die Anzahl der 618 Stufen, die auf den Gipfel führen: Sie wurden von den weltentrückten Mönchen des frühen Mittelalters in den steilen Felsen geschlagen. Von Portmagee verkehren Ausflugsboote auf die Insel. Die Plätze sind begehrt und selten. Daher ist es ratsam, frühzeitig vorzubuchen. Empfehlenswert ist auch ein Besuch in der Skellig Experience auf Valentia Island, um mehr über die Geschichte und Besiedelung der Insel zu erfahren. Hier erfährt man „An Island on the Edge of the World“ in einer berührenden Dokumentation und trockenen Fußes.


Fotos (c)Tourism Ireland

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